In der Herrnhuter Brüdergemeine gab es ein durchdachtes und erprobtes System der Gemeinschaft. Die sogenannten „Chöre“ waren große Gruppen, die nach Geschlecht, Alter und Familienstand ausdifferenziert waren (z.B. ledige Schwestern, verwitwete Brüder), und manchmal eigene Lebensgemeinschaften bildeten („Schwesternhaus“).

Darüber hinaus gab es auch kleinere Gemeinschaften von 5-8 Personen, die so genannten „Banden“, die dem seelsorgerlichen Austausch dienten. Die Leitung lag bei den sogenannten „Bandenhaltern“, die ihrerseits regelmäßig in der „Bandenkonferenz“ zusammen kamen.