Nikolaus Ludwig Graf von Zinzendorf erlaubte 1722 einer Gruppe von mährischen Glaubensflüchtlingen, sich in der Nähe seines Gutes Berthelsdorf in der Oberlausitz anzusiedeln. Vor Verfolgung nun sicher, nannten die „Böhmischen Brüder“ den Ort „Herrnhut“.

Aus der Herrnhuter Gemeinde entwickelte sich nach und nach eine selbständige Kirche, die heute weltumspannend tätig ist und „Herrnhuter Brüdergemeine“ heißt. Im Vogtshof von 1730, heute als Sitz der Kirchenleitung genutzt, befindet sich der Sitzungssaal, wo jährlich die Losungen der Herrnhuter Brüdergemeine gezogen werden.